UNESCO-Welterbetag

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Unter dem Motto "Lebendiges Welterbe - Romantik am Wasser" lässt das Fest eine Zeit lebendig werden, in der die Kulturlandschaft am Wasser ihre heutige Gestalt bekam. Die Besucher dürfen sich auf Musik, Kinderspiele, Tanz und Theater freuen. Es werden Fahrten mit dem Wikingerschiff Kari und dem Dreimastsegler Royal Louise angeboten. Bei Führungen werden Bauwerke und Landschaften vorgestellt, darunter der Neue Garten, der Park Glienicke, die Glienicker Brücke sowie die Villa Kampffmeyer und die Villa Schöningen.
Geöffnet ist die Matrosenstation in der Schwanenallee, hier ist eine Ausstellung mit Grafiken und Collagen von Christian Heinze zu sehen. Der Bildhauer Ralf Matura und die Restauratoren Christof und Arnold Bolze zeigen ihr Handwerk. Zu besichtigen sind auch die Baustelle für den Wiederaufbau der Eremitage im Neuen Garten sowie die Muschelgrotte.

Ein Bühnenprogramm sorgt für Unterhaltung. Unter anderem treten auf: Theatergruppe Poetenpack, der Treffpunkt Freizeit mit dem Stück „Piraten auf Tour“ und das Kabarett am Obelisk. Ein Kinderprogramm ist ebenfalls vorgesehen. Angeboten werden zum Beispiel Spiele des 19. Jahrhunderts, Basteln, Ponyreiten, Potsdam-Quiz, Theater-Improvisation.

Höhepunkt der Veranstaltung ist der Auftritt des Babelsberger Filmorchesters mit "Peer Gynt" von Edvard Grieg um 21 Uhr. Die Suiten des Norwegers gelten als Meisterwerk der romantischen Orchestermusik. Während die Musik verklingt, beginnt eine künstlerische Lichtinstallation, bei der sich die Glienicker Brücke in einem traumhaften Farbenspiel zeigen wird.

Potsdamer Gastronomen haben sich für den Welterbetag etwas Besonderes einfallen lassen. Sie bieten unter anderem Kalbswürstchen, Flammkuchen, Erdbeerbowle und Holunderblütensekt. Verkaufs- und Informationsstände runden das Angebot ab.

Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei – die Führungen sind kostenpflichtig.

Oberbürgermeister Jakobs ist zufrieden mit dem Vorbereitungsstand des UNESCO-Tages und dem Engagement zahlreicher Sponsoren: "Im vergangenen Jahr hat die Landeshauptstadt Potsdam die Veranstaltung zur Würdigung des UNESCO-Welterbes selbst geplant, organisiert und durchgeführt. Im Rahmen des Jahres der Architektur war sie ein Höhepunkt städtischer Projekte. Dieses Jahr haben wir uns Unterstützung geholt. Nach einer beschränkten Ausschreibung fiel die Wahl auf den Verein KULTURSTADT Potsdam. Das von ihm vorgelegte Konzept überzeugte. Neben den Mitgliedern des KULTURSTADT-Vereins als Partner bei Planung, Organisation und Durchführung braucht es für ein solches Projekt auch finanzielle Mittel. Die Stadt Potsdam hat Mittel zur Verfügung gestellt, ohne die Sponsorengelder jedoch und ohne die logistische Hilfe der Stadtwerke Potsdam GmbH wäre der UNESCO-Tag nicht möglich gewesen."

Die Veranstaltung am 3. Juni in der Schwanenallee wird das UNESCO-Welterbe für die Potsdamerinnen und Potsdamer sowie Gäste der Stadt erlebbar machen. Sie soll das Bewusstsein schärfen, dass das Welterbe ein besonderes Privileg für Potsdam ist und des Schutzes bedarf.

Mit der Wahl dieses Ortes wird der Fokus auf ein UNESCO-Areal gelegt, das in den vergangenen Jahren mit großem Aufwand durch öffentliches und privates bzw. bürgerschaftliches Engagement wieder hergestellt wurde.

Die Schwanenallee präsentiert einen von zahlreichen landschaftlichen Vorzügen Potsdams. Sie ist ein Ort am Wasser, an dem Wohnen und Erholung gleichermaßen stattfinden. Die Schwanenallee verbindet den Neuen Garten mit der Glienicker Brücke. Von 1961 bis 1989 stand dort die Mauer, ein Zugang oder eine Blickbeziehung zum Uferbereich des Jungfernsees waren somit nicht möglich. Seit 1990 wurden die Grenzanlagen abgebaut und eine Grünanlage gestaltet.

Mit der Ausrichtung des Welterbetages befindet sich Potsdam in bester Gesellschaft. In Deutschland stehen insgesamt 32 Welterbestätten auf der UNESCO-Liste, darunter die Museumsinsel Berlin, die Wartburg, das Dresdner Elbtal und die Altstädte von Wismar und Stralsund. An allen 32 Orten finden Aktionen zur Würdigung des UNESCO-Welterbes statt. Der deutsche UNESCO-Welterbestättentag wird jährlich am ersten Sonntag im Juni begangen. Potsdam feierte im Vorjahr in der Russischen Kolonie Alexandrowka.

Weltweit gehören insgesamt 830 Denkmäler in 138 Ländern zum UNESCO-Welterbe. Die Liste umfasst neben Bauwerken auch Naturdenkmäler wie Felsen, Höhlen und Naturparks. Mit der Benennung von Kultur- und Naturstätten für die Welterbeliste verpflichten sich die betreffenden Staaten zu fortdauernden Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen.


 

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